Hunting Season – Escape Room Antwerp

Hunting Season hat eine Menge Potenzial, welches allerdings bei unserem Besuch nicht ausgeschöpft wurde.

Quickfacts

🌍 Bewertung GL:

5,2/10

😈 Schwierigkeit:

3/5

👻 Scare-Faktor:

0/5

💰 Preisklasse:

1/3

📆 Zeitpunkt:

Juni ’22

📍 Ort:

Zoersel, Belgien

🤹‍♂️ Spieler*innen:

Hammer, Holz, Kleber, Nagel, Wasserwaage

Dunkelheit, Tod, Strobolicht

HammerHolzKleberNagelWasserwaage
GL5,564,555

Hunting Season hat eine Menge Potenzial, welches allerdings bei unserem Besuch nicht ausgeschöpft wurde.

Hammer

Location & Gamemaster*in

Die Location befindet sich in einem kleinen Stadtteil Zoersels im Norden Belgiens, etwa 30 Minuten von Antwerpen entfernt. Parkplätze sind direkt vor der Location vorhanden und es gibt eine Toilette.

Der Wartebereich ist sehr undekorativ, der Kühlschrank und ein Leuchtschild waren sehr laut. Hier könnte – und sollte – auf jeden Fall dran gearbeitet werden.

Leider war die Kommunikation im Voraus mit dem Betreiber bereits ein wenig unzufriedenstellend, daher gingen wir schon mit einem nicht unbedingt guten Gefühl zum Anbieter. Als wir ankamen, schien es so, als wäre der Gamemaster noch nicht wirklich auf uns vorbereitet. Er hat uns kurz in Empfang genommen, war dann aber schnell wieder weg. Nach einer Weile wurde uns gesagt, dass gerade etwas repariert werden muss, und wir daher noch ein wenig warten müssten. Als ein Tool auf Toilette ging, war leider auch die Türe zum Spielraum offen, und man konnte reinschauen – allein durch solche Kleinigkeiten geht viel Immersion verloren. Nach etwa 20 Minuten Wartezeit kam Wout (der Besitzer) zu uns und begleitete uns ins Spiel. Die Einleitung ins Spiel hat er sehr gut inszeniert und uns atmosphärisch einen guten Einstieg gegeben. 

Leider haben wir an ein paar Stellen während unseres Spiels gehört/mitbekommen, wie das Spiel an hinter uns gelassenen Bereichen bereits aufgeräumt/zurückgesetzt wurde. In einigen Teilen des Spiels war unserer Meinung nach auch nicht die Möglichkeit bei einem Brand oder ähnlichem schnell aus den Räumen hinauszukommen, was bei uns ein mulmiges Gefühl hinterlassen hat.

Story & Atmosphäre

Die Story ist recht simpel gehalten. Kurz gesagt kommt man in eine Jagdhütte und muss deren Geheimnissen auf die Spur gehen. Die Erzeugung der Atmosphäre im Spiel ist tatsächlich sehr gut umgesetzt. Dekorativ und akustisch ist das Spiel (vielleicht abgesehen vom letzten Teil) sehr gelungen. Am Ende konnte man sich allerdings bei einem Rätsel, bei dem Verständigung im Team gefragt war, recht schlecht verstehen und der Raum war recht kahl gehalten. Diese Schlussszene hat dem ganzen Spiel am Ende leider nicht gut getan.

Eine Stelle ist uns bereits im ersten Viertel des Spiels schlecht auf den Magen geschlagen – sagen wir so: Es gab eine sehr schlecht erreichbare Stelle im Spiel, zu der aber ALLE Mitspieler*innen hin mussten, da sonst das Spiel nicht fortgesetzt werden konnte. Auf der Website steht zwar “Kruipen, klimmen en klauteren door smalle doorgangen is vereist. Wees hierop voorbereid” also lt. Google-Übersetzer “Kriechen, Klettern und Kraxeln durch enge Passagen ist angesagt. Seien Sie darauf vorbereitet” – “enge Passagen” ist allerdings Auslegungssache. Es ist wirklich sehr eng und vermutlich nicht für jede*n Spieler*in machbar. Leider wurde hier ein Hinweis von uns, dass es nicht machbar ist, ignoriert und nur gesagt, dass es gemacht werden muss.

Rätsel

Die Rätsel haben viel Abwechslung gebracht und es waren viele schöne Ideen dabei. Leider haben die Rätsel nicht immer etwas mit der Story zu tun gehabt, und es gab leider hier und da ein paar fehlerhafte Elemente. Einiges erschloss sich uns nicht direkt und wir hatten hier und da das Gefühl, dass die Mechanik nicht auf Anhieb funktionierte, weil wir der Meinung waren, notwendige Schritte eines Rätsels bereits ausgeführt zu haben, woraufhin aber nichts passierte. An einer Stelle im Spiel gab es eine sehr kreative und tolle Szene, welche aber auch durch schlechte Umsetzung ein wenig an Glanz verlor. 


Fazit

Hunting Season hat eine Menge Potenzial, welches allerdings bei unserem Besuch nicht ausgeschöpft wurde. Gut möglich, dass tatsächlich einfach viele Dinge bei uns schief liefen, die normalerweise keine Probleme machen. Wenn die ganzen negativen Dinge nicht gewesen wären – die Kommunikation vorher, die lange Wartezeit, die schlechte Betreuung vor und nach dem Spiel, die Möglichkeit ins Spiel zu schauen beim Toilettengang, das auffällige Aufräumen/Resetten während wir gespielt haben, die mechanischen Probleme, die wirklich enge Stelle und andere Kleinigkeiten, dann wäre die Wertung sehr wahrscheinlich um ein gutes Stück positiver ausgefallen. Vieles davon hätte durch einfache Veränderungen verbessert werden können und hätte nicht sein müssen. Es ist schade, dass wir bei einem vermutlich sehr guten Spiel einen anscheinend so schlechten Tag erwischt haben.

Auch wenn die Erfahrung nun nicht sehr positiv bei uns in Erinnerung geblieben ist, werden wir sicher für Toy Factory zurückkommen, da das Potenzial zu Großem da ist!

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